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9-17-2014 - von Irina

Studentenwohnung – 5 Wohnformen als Alternative

 

Das Studium beginnt und es ist Zeit für die erste Studentenwohnung. Doch gerade in Großstädten ist eine eigene Wohnung für einen Studenten eigentlich unbezahlbar. Das Angebot an günstigen Wohnungen ist klein und die Konkurrenz groß. Doch zum Glück bietet studentisches Wohnen neben der gewöhnlichen Mietwohnung noch andere Möglichkeiten. In diesem Beitrag zeigen wir dir 5 Alternativen zur Studentenwohnung.  

Tipp: Falls du dich entscheidest, eine Wohnung auf dem gewöhnlichen Weg zu mieten, empfehlen wir dir die Ratschläge der Kampagne „Wohnungssuche für Studierende„.

1. Studentenwohnheim statt Studentenwohnung

Nah zur Uni, günstig, möbliert und gesellig – so kann studentisches Wohnen im Studentenwohnheim zusammengefasst werden. Bist du an einer Hochschule eingeschrieben, darfst du dich bei dem örtlichen Studentenwerk um einen Wohnplatz in einem Studentenwohnheim bewerben. Angeboten werden sowohl Einzelzimmer als auch kleine Studio-Apartments, Zimmer in Wohngemeinschaften und sogar Familienwohnungen für Studierende mit Kind.

Die Miete in einer Wohnanlage des Studentenwerks beträgt einschließlich der Nebenkosten durchschnittlich 233 Euro. Die Räume sind meist möbliert und die Wohnheime mit Waschmaschinen und Gemeinschaftsräumen ausgestattet.   

Aufgrund der großen Nachfrage sind die Zimmer allerdings schnell ausgebucht und es gelten lange Wartezeiten. Bevorzugt werden Erstsemester, ausländische Studierende, Studierende mit Behinderung und Studierende mit Kind. Neben den Studentenwohnheimen der Studentenwerke gibt es auch selbstverwaltete, private oder kirchliche Studentenwohnheime. 

2. Studentenwohnung als Wohngemeinschaft

 

Für jeden, der gerne unter Menschen ist und Mietkosten sparen will, bietet sich das WG-Leben als Wohnform während des Studiums an. Als WG-Bewohner hast du in der Regel dein eigenes Zimmer, in dem du veranstalten kannst, wozu du Lust hast. Die anderen Räume teilst du mit deinen Mitbewohnern und musst daher bestimmte festgelegte Regeln befolgen. Wie groß die Wohngemeinschaft sein soll, entscheidest du bei der WG-Zimmer-Suche selbst. Je mehr Personen sich die Studentenwohnung teilen, desto günstiger wird es natürlich für den Einzelnen. Oft stellt es sich allerdings schwierig dar, ein WG-Zimmer zu ergattern. Die WG-Bewohner benehmen sich bei der Suche nach einem geeigneten Mitbewohner wie Bohlen und Co. und veranstalten Castings, bei denen du dich gegen die Konkurrenz durchsetzen musst.

Einfacher ist es, ein WG-Zimmer zur Zwischenmiete zu finden. Noch besser ist es, mit Freunden eine WG zu gründen. Ihr kennt euch bereits und werdet euch sicherlich einig. Zum Thema Zusammenziehen haben wir übrigens einen passenden Blog-Post.  

3. Sozialwohnungen für Studenten

Eine der Wohnformen, die zwar unter Studenten wenig verbreitet ist, allerdings gerade bei knappem Budget eine gute Alternative zu den anderen Wohnformen wie Studentenwohnheim und Wohngemeinschaft ist, ist das Wohnen in einer Sozialwohnung. Menschen mit geringem Einkommen können nach Prüfung des Antrags beim örtlichen Wohnungsamt einen Wohnberechtigungsschein (WBS) erhalten. Dieser erlaubt das Wohnen in Sozialwohnungen, die durch öffentliche Förderungen wesentlich günstiger sind.

Wer eine Sozialwohnung erhält, kann all die Vorteile einer eigenen Studentenwohnung genießen. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass dein Lieblingspudding morgen noch im Kühlschrank steht, entscheidest selber, wann und wie ordentlich geputzt wird und du hast deine Ruhe und wirst nicht ständig vom Lernen abgelenkt. 

4. Wohnen für Hilfe

Für sozial engagierte Studenten ist „Wohnen für Hilfe“ eine geeignete und günstige Alternative zur Studentenwohnung. Für weniger Miete oder sogar mietfrei (häufig zahlt der Student nur die Nebenkosten) wohnst du mit einer älteren oder hilfsbedürftigen Person zusammen und hilfst im Gegenzug im Haushalt mit. Als Faustregel gilt in der Regel: Pro Quadratmeter Wohnraum leistest du eine Stunde Hilfe im Monat. Dies können Aufgaben wie Einkaufen, Kochen, Putzen, mit dem Hund Gassi gehen oder Gartenarbeiten sein.

In vielen Universitätsstädten gibt es Wohnbörsen, die den Kontakt zwischen den Bewohnern gebührenfrei herstellen. Frage in dem Studentenwerk deiner Unistadt nach, ob es sich an dem Wohnen für Hilfe-Projekt beteiligt. Eine weitere Anlaufstelle ist die Stadtverwaltung, die dir weitere Auskunft erteilen kann. 

5. Wohnen zur Zwischenmiete

©Fotolia / jumedita

Wenn dir die Zeit bei der Wohnungssuche davon läuft, empfehlen wir, auch als vorübergehende Lösung nach einer Studentenwohnung oder eine Zimmer zur Zwischenmiete zu suchen. Auf Internetseiten wie zum Beispiel wg-gesucht.de gibt es ein großes Angebot an Wohnraum auf Zeit. Sehr viele Studenten verreisen für ein oder zwei Semester, zum Beispiel für ein Praktikum in einer anderen Stadt oder ein Auslandssemester. Ihre Wohnung wollen sie aber nicht aufgeben und entscheiden sich, es unterzuvermieten.

Für dich könnte diese Wohnform eine sehr gute Übergangslösung sein. Du erhältst für eine begrenzte Zeit eine möblierte Studentenwohnung und gewinnst so Zeit, nach einer dauerhaften Wohnung oder einem WG-Zimmer zu suchen. Zudem hast du so mehr Zeit, die Stadt kennen zu lernen und hast eine bessere Vorstellung, in welchem Stadtviertel du dich am wohlsten fühlen würdest. Das Wohnen zur Zwischenmiete ist insbesondere für Erstsemester oder Studienortswechsler eine ideale Möglichkeit, erst einmal anzukommen. Und du wirst sehen, mitten im Semester entspannt sich der studentische Wohnungsmarkt und es wird wesentlich einfacher, eine geeignete Studentenwohnung zu finden.

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Kommentare (5)

Kommentare

  • Christian

    Die günstigste Wohnform für Studenten wurde nicht erwähnt: im Elternhaus. So mache ich es und für mich ist es super, da ich sehr viel unterwegs bin und kaum Zeit hätte, mich um Haushalt und so zu kümmern. Das einzig blöde ist die Entfernung zur Uni. Ich sitze jeden Tag 2 Stunden in der Bahn.

    • Sophie

      Hallo Christian, das klingt zwas sehr praktisch. Aber ich finde, es ist sehr sehr wichtig als Studet(in) von Zuhause auszuziehen. Alleine leben macht dich sehr viel selbständiger und wenn du bei Mama und Papa wohnst, verpasst du einfach zu viel vom Studentenleben. Die Zeit, die du für die Hausarbeit bei den Eltern sparst, verbrauchst du doch im Zug.

  • Max

    Ich fange im Oktober mein Studium an und habe es nicht geschafft, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Ich versuche es die ersten paar Wochen mit Couchsurfing und werde dann sehen, ob es nach Semesterbeginn mehr Angebot auf dem Wohnungsmarkt gibt. Vielleicht finde ich auch Leute, mit denen ich eine WG gründen kann.

  • Manu

    Hi, jetzt hat die Uni angefangen. Auch für mich hieß es „Raus von Zuhause“. Doch hat es etwas blöd angefangen. Die WG, in der ich gelandet bin, ist nicht meins. Ich will da möglichst schnell wieder raus. Hoffentlich stimmt es, was in diesem Post steht und es wird Richtung Semestermitte einfacher, eine passende Wohnung zu finden. Drückt mir die Daumen.

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