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10-18-2015 - von Irina

Was ist die Mietpreisbremse und wo wirkt sie?

Das Jahr 2015 brachte so einige Erneuerungen und gesetzliche Änderungen für Deutschlands Immobilienmarkt. Die Mietpreisbremse ist wohl eine der wichtigsten Erneuerungen. Gemeinsam mit dem sogenannte Bestellerprinzip soll sie die Antwort auf den angeheizten Immobilienmarkt in Deutschlands Großstädten sein. Beide Regelungen traten mit dem 1. Juni 2015 in Kraft.  In diesem Blogpost erklären wir dir, was sie besagt, wie sie dem Mieter hilft und wo diese neue Regelung angewendet wird. 

Was besagt die Mietpreisbremse?

Bis zum 1. Juni war es üblich, dass der Vermieter bei einer Neuvermietung seiner Wohnung auch gleich den Mietpreis etwas anhob. Der Trend in den letzten Jahren wies allerdings kräftige Mieterhöhungen auf und das Leben in den beliebten deutschen Großstädten wurde zunehmend unleistbar für den Otto Normalverbraucher. Besonders angespannt ist der Wohnungsmarkt in den beliebten  Städten wie Berlin oder München. Genau hier setzt die Mietpreisbremse an. Die Miete darf in solchen angespannten Wohnungsmärkten bei einer Neuvermietung nicht mehr beliebig hoch angesetzt werden. Die mögliche Mieterhöhung wird nun gesetzlich geregelt und darf nicht über 10% der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Wo gilt die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse wird nicht flächendeckend in ganz Deutschland angewandt und gilt nur in den festgelegten Städten. In welchen Städten und Gegenden die Mieterhöhungen gebremst werden, legen die einzelnen Bundesländer selbst fest. Auf dem Land ist der Wohnungsmarkt meist nicht sehr angespannt und es besteht daher kein Bedarf für diese extra Regelung. Am besten vergewisserst du dich online, ob in deinem Wohngebiet die Mietpreisbremse gilt. Die Welt.de hat für den Artikel „Das müssen Sie über die Mietpreisbremse wissen“ nach den betroffenen Gebieten recherchiert und sie auf einer Karte markiert. Klicke auf das untere Bild, um zu der Karte zu gelangen:

Wo gilt die Mietpreisbremse?

Ausnahmen

Handelt es sich bei der Wohnung um einen Neubau und der Erstbezug geschah nach dem 1. Oktober 2014, dann muss der Mietpreisbremse nicht befolgt werden.

Ebenfalls von der Regelung ausgeschlossen sind Wohnungen, in denen eine umfassende Modernisierung durchgeführt worden ist. Haben die Renovierungsarbeiten etwa einen Drittel vom Preis eines Neubaus gekostet, dann muss die Mietpreisbremse vom Vermieter nicht berücksichtigt werden.

Informiere dich zum Mietrecht

Gemeinsam mit dem Bestellprinzip soll die Mietpreisbremse also eine Entspannung des Wohnungsmarkts herbeiführen. Es zahlt sich aus, als Mieter im Bilde über das deutsche Mietrecht zu sein. Eine gute Online-Quelle für sämtliche Fragen bezüglich dem Mieterschutz und Gesetzen findest du auf der Webseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Hast du ein bestimmtes Anliegen und möchtest dich an einen Anwalt wenden, der im Mietrecht spezialisiert ist? Stelle dann gleich hier deine Frage und sende sie an einen qualifizierten Rechtsanwalt:

 Wir empfehlen dir auch noch unsere  Blogposts zum Thema “Die größten Mietirrtümer“ und „Wohnungsbesichtigung“  zu lesen. Hast du eine Meinung oder persönliche Erfahrungen mit der Mietpreisbremse und möchtest sie mit uns teilen, dann laden wir dich ein, einen Kommentar zu hinterlassen.

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